Mittwoch, 29. Januar 2014

Hätte, hätte, Fahrradkette ....

"Ferdi, Du hast alles richtig gemacht", mit diesen Worten tröstete FM Hans Wiechert den 1. Vorsitzenden der Schachfreunde Lichtental. nach der unglücklichen Niederlage gegen den SC Iffezheim im Viertelfinale des Bezirksmannschaftspokals. Die Kurstädter schrammten knapp an einer Sensation gegen den ehemaligen Verbandsligen vorbei, der mit einem spielstarken Quartett (DWZ-Schnitt 2020) antrat. Ja, hätte, hätte, Fahrradkette, sprich wären SFL-Spitzenspieler Daniel Ackermann (beruflich leider verhindert) und FM Milan Kandic (weilte auf einem Turnier in Gibraltar) mit von der Partie gewesen, hätte es wohl anders ausgesehen. Doch dies ist Schnee von gestern. Einen rabenschwarzen Tag, bzw. Abend, erwischte Hermann Rückleben, der frühzeitig  seinem Gegner Jörg Eiler die Hand reichen musste. In einer schwierigen Partie (Dame gegen zwei Türme) musste sich dann Hans Wiechert mit einem Remis gegen Colin Kramer begnügen. Hoffnung kam dann bei den Baden-Badener durch den SFL-Neuzugang Stefan Zipf auf, der an Brett 4 gewann. Beim Stande von 1,5:1,5 schlug im Dienste der Mannschaft Ferdinand Bäuerle das Remisangebot seines Gegners Ramadan Raka aus, obwohl er in hoher Zeitnot war. Raka hatte jedoch die Variante weiter berechnet und gewann die Partie zum entscheidenden 2,5:1,5 Sieg.

Man darf es gerne erwähnen, die Iffezheimer waren ein sehr fairer Gegner, der für optimale Spielbedingungen sorgte. SCI-Teamcaptain Bernhard Ast hatte anfangs der Woche sogar noch die Sorge aufgrund von Personalmangel das Match kampflos aufzugeben. Doch dann sagten ihm Colin Kramer und Jörg Eiler zu. Dass die Schachfreunde Lichtental dennoch fast zu einem kampflosen Sieg gekommen wären, hing an einem seidenen Faden. Ramadan Raka dachte, man spiele in Lichtental statt in Iffezheim und traf somit 25 Minuten später am Spiellokal gegenüber der Rennbahn ein, ein knappe Kiste ...

"Wir waren auf Augenhöhe und haben uns achtbar geschlagen", so die Worte von Ferdinand Bäuerle zwei Tage nach der Niederlage. Man könne halt noch nicht mit den Top-Teams mithalten, es sei denn, man bringt die Top-Acht ans Brett. Andererseits habe man sich zwei weitere Pokalspiele damit erspart und könne sich nun voll und ganz auf die restlichen Begegnungen in der Bereichsklasse Süd 1 konzentrieren. Mit 4:4 Punkten liegen die Kurstädter zwar noch auf  Rang 5 im Mittelfeld, müssen aber wenn es schlecht läuft, sich noch Gedanken machen, um nicht abzusteigen. Dies hofft natürlich niemand im Osten Baden-Badens.


SCI-Teamcaptain Bernhard Ast

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