Dienstag, 12. Februar 2013

Schachfreunde Lichtental gastieren in Ötigheim

Ja, wer hätte dass gedacht. Am 6. Verbandsspieltag kommt es am kommenden Samstag zwischen dem SC Ötigheim und den glücklich nicht abgestiegenen Schachfreunden Lichtental zum Spitzenspiel in der Bezirksklasse des SB Mittelbaden. Die Tellstädter führen mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung momentan die Tabelle an, vor den punktgleichen Kurstädtern und der Reserve des Verbandsligisten Iffezheim. Deren Web-Kommentator Christian Dettweiler erwartet in seiner jüngsten Vorschau ein ausgeglichenes Spitzenduell, das von der Tagesform her entscheiden wird. "Ich bleibe dabei, selbst wenn mir der ein oder andere ein Understatement unterstellt, wir sind nur Außenseiter und wären mit einem Punkt zufrieden", so SFL-Vorsitzender Ferdinand Bäuerle. Wie gegen Muggensturm habe man freilich eine Revanche offen - man verlor 2:6 in der vergangenen Saison gegen das Team um Marcus Wormuth  - doch durch Neuzugang Sepp Elsland und Kolja Kühn, den Überflieger der Saison, hätten die Ötigheimer zwei Spitzenspieler nun an Bord, gegen die es schwer zu punkten sei, so die Meinung auch von Lichtentals 2. Vorsitzenden Harald Riewe. Man darf jedenfalls gespannt sein, wie das Match ausgeht. Der SFL-Blog wird bereits Samstagnacht die ersten Eindrücke wiedergeben, klicken lohnt sich somit auch zu später Stunde.

Ähnlich spannend wie in der furiosen Kriminalgeschichte 'Der Name der Rose' könnte es im Spitzenspiel zwischen dem Oktett aus der Volksschauspielgemeinde Ötigheim und den Schachfreunden Lichtental zugehen.

Mißlungene Generalprobe

Etwas Selbstvertrauen für das Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen Ötigheim I wollte Lichtentals 1. Vorsitzender Ferdinand Bäuerle mit der Teilnahme am Faschingsturnier im LA8 tanken. "Vielleicht ist es besser, dass ich bin dahin einen Psychologen aufsuche", so der Wahl-Baden-Badener. Dieser Rosenmontag werde ihm noch lange in Erinnerung bleiben, denn der bescherte ihm wohl einen Verlust von 50 DWZ-Punkten. In der 5. Runde stellte er bereits im 9. Zug gegen den jungen Niklas Hinrichs einen Bauer ein, kämpfte sich zwar dann durch ein zusätzliches Qualitätsopfer zurück ins Spiel, doch das Bingener Talent ließ sich vom taktischen Geplänkel des Lichtentalers nicht verunsichern und gewann nach 48 Zügen. Nachmittags kam der SFL-Blogmaster dann gegen den jungen Felix Ning (SC Eggenstein-Leopoldshafen) über ein Remis nicht hinaus, so dass letzten Endes nur 2,5 von 6 möglichen Punkten zu Buche standen. "Da werde ich noch eine gewisse Zeit brauchen, um das Turnier abzuhaken", gibt Bäuerle zu, der wahrscheinlich von einer geplanten Teilnahme am Achertal-Pokalturnier nun absieht.

Vorbildlich organisiert sind die Grenke Chess Classics, die noch bis zum 17. Februar andauern. Ein gutes Rahmenprogramm ist/war auch ganz nach dem Geschmack von Amateuren.

Sonntag, 10. Februar 2013

The same procedure

Ein bisschen an den Silvesterklassiker 'The same procedure as last year" fühlt sich derweil der SFL-Blogmaster beim Faaschings-Open im LA8 erinnert. Besser müsste man jedoch sagen, 'The same procedue as last day', denn heute Morgen traf er erneut auf ein jugendliches Talent (Paul Hinrichs aus Bingen), das ihm alles abverlangte und nachmittags wieder auf einen starken Spieler mit knapp 2000 DWZ, dem er dann nach 50 Zügen zum Gewinn gratulierte. Seine heutige Bilanz, wie gestern, ein Sieg, eine Niederlage. Ein wenig ärgert dies Lichtentals 1. Vorsitzenden schon. "Ich komme einfach nicht über 50 Prozent hinaus, dass reicht nicht, um ein Wort bei der Titelvergabe des Baden-Badener Stadtmeister mitzusprechen", so Ferdinand Bäuerle. Beste Chancen hierauf hat momentan Julian Martin, das ehemalige Talent aus dem Stall der SF Sasbach, der nun an der Oos trainiert wird. Sehr ordentlich schlägt sich auch Olga Weis im 79köpfigen Teilnehmerfeld. die in der 4. Runde Gerhard Prill (DWZ 2000) ein Remis abknöpfte. "Schauen wir mal was der Rosenmontag bringt, vielleicht geht es ähnlich jeckisch wie bei den Narren zu, sprich vielleicht gibt es die ein oder andere Überraschung noch", hofft Bäuerle, der wenn möglich das nette Turnier mit 3,5 aus 6 in guter Erinnerung behalten möchte.

Olga Weis wird wohl Baden-Badener Stadtmeisterin werden.

Samstag, 9. Februar 2013

Nettes Faschings-Open im LA8

Quasi mit den Hühnern musste heute Morgen Lichtentals 1. Vorsitzender Ferdinand Bäuerle aufstehen, um mit dem am Wochenende ausgedünnten ÖPNV vom Rebland aus in die Innenstadt zu fahren, um  rechtzeitig zur Anmeldung und Auslosung des 6rundigen Faschings-Open im LA8 zu sein. 79 Spieler/innen umfasst das Teilnehmerfeld, rund die Hälfte sind unter 18 Jahren. Dass die Kids nicht zu unterschätzen zu sind, wurde dem SFL-Blogmaster in der 1. Runde gegen den jungen Sasbacher Fabio Riehle bewusst, doch letzten Endes siegte die Erfahrung. Nichts mit einem erhofften 1/2 Punkt wurde es für Ferdinand Bäuerle in der 2. Runde.  Der Gegner, Alaa El-Din Khalil mit einer DWZ von 1980, sei einfach ein Tick besser gewesen, räumt er gerne ein. zumal die Bedenkzeit (60 Minuten für 30 Züge, 30 Minuten für den Rest der Partie) stark gewöhnungsbedürftig sei. "Da kann es einem passieren, dass man gleich zweimal in Zeitnot gerät", so Bäuerle, der dennoch den Turniermodus gut findet. So sei nicht der ganze Tag kaputt und man könne noch die Partien zwischen den sechs Großmeistern beim Grenke Chess Classic hautnah miterleben.

Blick in den schönen Turniersaal des Faschings-Open im LA8.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Baden-Badener Stadtmeisterschaft im LA8

Die Schachwelt blickt auf Baden-Baden. Heute (Do. 7. Feb.) begann das 1. GRENKE Chess Classic, bei dem bis zum 17. Februar drei Großmeister der Weltspitze, unter ihnen der Weltmeister Viswanath Anand, doppelrundig gegen drei deutsche Nationalspieler, unter ihnen Arkadiy Naiditsch, antreten. Die Schachfans dürfen spannende Partien erwarten, denn neben dem Kampfgeist der Spieler sorgt auch die Tatsache, dass die Großmeister vor dem 40. Zug kein Remis anbieten dürfen, für die zusätzliche Würze. Die Zuschauer vor Ort, aber auch zu Hause, kommen voll auf ihre Kosten. Tägliches klicken auf die speziell eingerichtete Internetdomain www.grenkechessclassic.de lohnt sich, Partien werden live kommentiert, außerdem gibt es einen Videostream.

Darüber hinaus gibt es ein interessantes Rahmenprogramm, unter anderem mit einem dreitägigen Open von Samstag bis Montag. Dieses Turnier mit sechs Runden innerhalb drei Tagen findet als Offene Baden-Badener Stadtmeisterschaft im LA8 statt. "Ich werde in dem 80köpfigen Teilnehmerfeld dabei die Fahne der Schachfreunde Lichtental hochhalten", sagt deren 1. Vorsitzender Ferdinand Bäuerle. In die Fußstapfen von Daniel Ackermann zu treten, der vor zwei Jahren Stadtmeister der Kurstadt wurde, sieht Bäuerle eher nicht, denn vor allem junge OSG-Talente dürften hiermit mitmischen. Für ihn sei es jedoch ein gutes Training vor dem Spitzenspiel eine Woche später gegen den SC Ötigheim. Wie er sich in dem Turnier schlägt, erfahren die User jeweils täglich so gegen ca. 17.00 Uhr an dieser Stelle.

Dienstag, 5. Februar 2013

Zwei Aufsteiger!

"Ich bin bislang davon ausgegangen, dass es nur einen Aufsteiger aus der Bezirksklasse Mittelbaden in die Bereichsklasse Süd Staffel 1 diese Saison gibt", sagt Ferdinand Bäuerle, der 1. Vorsitzende der Schachfreunde Lichtental, die nach dem 5. Verbandsspieltag auf dem geteilten 2. Rang mit der Reserve des Verbandsligisten Iffezheim liegen. Doch durch eine Chatunterhaltung mit dem Vorsitzenden eines befreundeten Vereins, wurde er eines Besseren belehrt. Nach Rückversicherung mit Bezirksturnierleiter Bernhard Ast, steht fest, dass es zwei Aufsteiger laut BSV-TO geben wird. "Dies freut uns sehr, so können wir trotz des schwierigen Restprogrammes noch ein wenig Hoffnung schöpfen", so SFL-Mannschaftsführer Jürgen Besener. Man sieht im Osten Baden-Badens Tabellenführer SC Ötigheim quasi als Bayern München an, die SFL und SCI II als Kontrahenten wie Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen im Kampf um die Vizemeisterschaft.

Ob man überhaupt an einen eventuellen Aufstieg denken kann, dies werden die kommenden Matches gegen Ötigheim und Iffezheim II zeigen. Zumindest zwei Punkte aus den beiden Begegnungen wollen die Kurstädter holen, um weiterhin mit vorne dabei zu sein. Einiges traut man zudem dem SC Weitenung zu, der in Lauerstellung liegt und dem am letzten Spieltag gegen Aufstiegsaspirant SC Ötigheim wohl die Rolle des 'Zünglein an der Waage' zukommt wird, so die Prognose der Baden-Badener.



Samstag, 2. Februar 2013

Blick in die Schachbundesliga

Eine ähnliche Rolle wie der FC Bayern München in der Fußballbundesliga nimmt die von der Grenke Leasing AG unterstützte OSG Baden-Baden in der Schachbundesliga ein. Die Dominanz bei den Herren und Frauen ist überwältigend und Meistertitel in Serie die logische Folge. Dieses Wochenende treffen die Baden-Badener im Willy-Brandt-Saal des Rathauses Berlin-Schöneberg auf die SF Berlin und den SC Forchheim. Wohl eine leichte Aufgabe des Teams um Arkadij Naiditsch, der sich in glänzender Form befindet und die Deutsche Nummer eins ist. "Natürlich drücken wir der OSG allein schon aus Lokalpatriotismus die Daumen, dass sie erneut Deutscher Mannschaftsmeister wird", betont Ferdinand Bäuerle, der 1. Vorsitzende der Schachfreunde Lichtental, die gemeinsam mit den SF Oos im Schatten des Branchengrösus in der Kurstadt stehen."Wir haben damit kein Problem. Es muss den Profisport und den Amateurbereich geben", sagt er, wenngleich es seine Schattenseiten habe, dass sich häufig vereinslose Spieler eher Großvereinen anschließen und Jugendliche ihrem Heimatverein den Rücken kehren, der zuvor viel Zeit in deren Ausbildung gesteckt hat. Es freut ihn jedoch, dass es auch noch Individualisten wie z.B. einen Daniel Ackermann gibt, der für die Lichtentaler am Spitzenbrett spielt. "Mit einer DWZ von über 2.200 könnte Daniel locker für einen Oberligisten oder einen Zweitbundesligisten spielen, er zieht es jedoch vor für einen der kleinsten Schachvereine Deutschland zu spielen, in dem Kameradschaft und  füreinander da sein, groß geschrieben wird.

Schade findet der SFL-Vorsitzende, dass man im Schachsport nicht einen Spieler von einem Verein während der Saison ausleihen kann wie es im Fußball gang und gebe ist. "Dass wäre doch mal was, da könnten die Karten nach der 'Winterpause' neu gemischt werden, für Brisanz wäre sicherlich gesorgt", so Bäuerle, der sich jedoch im klaren ist, dass ein entsprechender Antrag beim BSV-Verbandstag keine Mehrheit fände. Beim 'Philosophieren' kommen ihm jedoch auch Bedenken: "Wir würden keinen unserer Spieler abgeben, dafür sind sie uns zu wertvoll".